Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft

Die arabische Welt ist im Umbruch. Seit 2011 haben sich in vielen Staaten entscheidende Veränderungen ergeben, die neue Chancen eröffnen, aber auch tiefe Unsicherheiten offenbaren. Veränderung braucht Tatkraft und Mut, aber auch Geduld und Zuversicht, um Rückschläge zu überwinden. Um den Wandel zu unterstützen, hat die Bundesregierung 2011 die deutsch-arabische Transformationspartnerschaft ins Leben gerufen, die  Bildung als eine der wichtigsten Säulen begreift.


Internationale Hochschulkooperationen erweisen sich als wichtige Verbindungen in politisch unruhigen Zeiten. Die deutsch-arabische Transformationspartnerschaft zeigt Wege auf und macht Angebote. Die Hochschulen greifen Themen und Diskussionen auf und bilden die kommende Generation aus. Nur selten bietet der Hochschulabschluss für die Absolventen in der arabischen Welt einen sicheren Berufseinstieg. Zu theoretisch das Wissen, zu wenig an der Praxis orientiert die Ausbildung, so lauten die Klagen.

Hier sind deutsche Universitäten und Fachhochschulen interessante Gesprächspartner. Zahlreiche akademische Kooperationen seit 2011 stellen die Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen in den Mittelpunkt. Dazu zählt auch die Erneuerung der Lehrpläne an den arabischen Hochschulen, um bereit zu sein für die Erfordernisse der globalen Wissensgesellschaft, und die internen Reformprozesse der Universitäten.  Hochschullehrer, Wissenschaftler und Studierende stoßen mit ihren Beiträgen Denkprozesse an und entwickeln Visionen für eine bessere Zukunft. Dabei gehen die Projekte der Transformationspartnerschaft viele drängende Aufgaben an, im technisch-naturwissenschaftlichen Feld für Umweltingenieure und Umweltmanager, beim Kulturerhalt für Archäologen oder Kulturmanager, in der Medizin bei der Verbesserung der Mütter- und Neugeborenengesundheit und in vielen anderen Bereichen, die ertragreiche fachliche Diskussionen und Kooperationen hervorbringen. Gesellschafts- und Sozialwissenschaften bieten freie Diskussionsräume, um den Wandel kritisch zu begleiten. Gebraucht werden aber auch neue politische Eliten, modern und international ausgebildet und vernetzt, die verantwortlich und partizipativ agieren. Der DAAD hat die Entwicklungen in der Region von Beginn an intensiv verfolgt und spezielle Förderprogramme entwickelt. Die finanziellen Mittel für die vielfältigen Kooperationen stellt das Auswärtige Amt zur Verfügung.